Einleitung
Wie elterliches Handeln die Entwicklung eines Kindes prägt, gehört zu den am intensivsten untersuchten Fragen der Entwicklungspsychologie und der Familienpädagogik. Die klassische Typologie von Diana Baumrind (1967, 1971), später von Maccoby und Martin (1983) weiterentwickelt, lenkte den Blick der Forschung auf zwei zentrale Dimensionen der Erziehung – Lenkung und Responsivität –, deren Zusammenspiel die Qualität der Eltern-Kind-Beziehung bestimmt.
Die vorliegende Arbeit untersucht systematisch, wie die vier grundlegenden Erziehungsstile – autoritativ, autoritär, permissiv und vernachlässigend – die sozialen und emotionalen Kompetenzen von Kindern im Alter von 7 bis 10 Jahren prägen. Besonderes Augenmerk gilt den Mechanismen der Emotionsregulation und der Fähigkeit, Beziehungen zu Gleichaltrigen aufzubauen, da sie die entwicklungsbezogene Grundlage für den späteren Schulerfolg bilden.